Über Sam

Samuel BernerZu meiner Person:

Ich kam am 5. März 1971 als Sohn eines Grafikers und einer Grafikerin in Thalwil ZH zur Welt. Mein Vater wanderte nach Venezuela aus, noch bevor ich das Licht der Welt erblickte. Die erste Hälfte meiner Kindheit wuchs ich also bei meiner Mutter auf. Die zweite Hälfte, ab dem 10. Lebensjahr, verbrachte ich in einem Schulheim. Ich kann ohne weiteres sagen, dass ich eine interessante und abwechslungsreiche Kindheit hatte.

Nach der Schule absolvierte ich eine Lehre als Hochbauzeichner, worin ich mir viel kreative Tätigkeit erhoffte. Ich habe also keine Kunstgewerbeschule oder ähnliches besucht. Leider - aber auch zum Glück. So bin ich frei von jeder Doktrin. Ich muss keine Kunst machen, weil ich einmal ein Kunststudium abgeschlossen habe. Ich bin völlig frei und ich male weil ich malen will und weil ich Freude daran habe. Ich frage mich: kann man Kunst überhaupt lernen? Man kann. Ein Stück weit. Aber ich war schon seit eh und je ein Autodidakt. Und weitaus wichtiger ist meiner Meinung nach sowieso Talent, Intuition und natürlich die Freude an der Sache.

 

Zu meinen Bildern:

Meine Mutter hatte einen ausgeprägt antiautoritären Erziehungsstil (...die 70er eben). Es war nichts verboten, es gab keine Regeln und ich konnte meistens machen wozu ich gerade Lust hatte. Aus diesem Grund sucht meine Psyche bis heute ständig Regeln, Grenzen und Gesetze. Dies wird auch in meinen Bildern deutlich sichtbar.

Der zweite Grund ist sicher meine Lehre als Hochbauzeichner. Sie ist gewissermaßen "mitverantwortlich" am geometrischen Stil meiner Bilder. Manchmal gleichen meine Bilder Grundriss-Plänen und die flächigen Aufteilungen erinnern an Räume. Auch sind meine Bilder in Schichten gemalt, etagenweise gewissermassen.. 

Das dritte Argument liegt in meiner ungebrochenen Faszination, vom wohl einzigen schweizerischen Beitrag zur internationalen Kunstgeschichte, nämlich der "Konkreten Kunst" (auch die "Gute Form" oder "Neo-Geo" genannt). Die klaren Strukturen und die strengen Gesetzmäßigkeiten, die der "Konkreten Kunst" eigen sind scheinen mich magisch anzuziehen. H. Arp (der den Begriff "Konkrete" bereits 1918 als erster verwendete) Richard P. Lohse, Camille Graeser, Max Bill aber auch Johannes Itten und Paul Klee (alles Schweizer) und natürlich Piet Mondrian waren Begründer und zugleich auch die bekanntesten Vertreter der "Guten Form". Die Konkrete Kunst, wegen dem helvetischen Einfluss auch "Schweizer Konkrete" genannt, hatte ihren Einfluss aber überall auf der Welt. Und das bis heute. 

Max Bill war es dann aber vor allen andern, der in den 30er Jahren programmatische Texte veröffentlichte. 1936 schrieb er: "Konkrete Gestaltung ist jene Gestaltung, welche aus ihren eigenen Mitteln und Gesetzen entsteht, ohne diese aus äußeren Naturerscheinungen abzuleiten oder entlehnen zu müssen. Die optische Gestaltung beruht somit auf Farbe, Form, Licht, Bewegung".
Obwohl meine Bilder wohl kaum mehr als Konkrete Kunst bezeichnet werden können, gelten die gleichen Grundsätze und auch der Einfluss ist unübersehbar. Man könnte meinen Stil also zum Beispiel die "Freie Form" nennen.
Meine Motive entstehen aus der momentanen Spontaneität, aus der Kreativität des Augenblicks, aus dem Geist. Ich freue mich über jeden der meine Bilder neu interpretiert oder nochmals von einer ganz anderen Seite betrachtet. Man darf durchleuchten, fragen, man darf hinterfragen und sich freuen oder kritisieren. Wenn meine Bilder irgendeine Reaktion erzeugen so ist das Ziel erreicht. So einfach ist das. 

Free your mind!

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